Dienstag, 8. Februar 2011
Stellen Sie sich vor...
Ein robustes und handliches Gerät ersetzt Bücher und Notizblöcke im Alltag der Schule. Die Schülertasche ist um mehrere Kilo leichter und entlastet den Rücken. Jedes Lernbuch, Handout, Arbeitsblatt oder die im Unterricht geschriebene Notiz ist immer und überall verfügbar. Beim Lesen dürfen die Schüler in den Lernbüchern nach Lust und Laune Notizen schreiben, den Text mit Markierungen versetzen oder Lesezeichen setzen und das alles ohne die Bücher zu zerstören. Das Erlernen der Fremdsprache wird im Buch akustisch unterstützt und das langweilige Geschichtsbuch wird einfach vorgelesen - vielleicht sogar als Gute Nacht Geschichte. Das Notizenschreiben geht genauso einfach wie mit Stift und Papier, nur ist das Papier dafür nicht mehr notwendig.
Die Lehrer teilen die Arbeitsblätter papierlos zum Anfang oder Ende der Stunde aus und müssen nichts mehr kopieren oder abzählen. Auch Einsammeln und Korrigieren von Facharbeiten erfordert kein Papier mehr. Auch die Hausaufgaben können die Schüler auf dem Gerät erledigen und auch einreichen.
Das System des Gerätes ist geschlossen und es können keine tiefgreifende, versehentliche oder unerwünschte Systemveränderungen vorgenommen werden. Die Probleme mit Virus verseuchten Rechnern verschwinden für immer und ewig.
In vielen Ländern ist diese Vorstellung in zahlreichen Schulen bereits zur Realität geworden. In Deutschland kenne ich bislang nur eine restlos begeisterte Klasse, die iPads im Unterricht benutzt. Offenbar wird hier zu Lande diese Gelegenheit nicht als wichtig erachtet. Unsere Schulen dürfen alleine nur wenig entscheiden und ohne Unterstützung der Politik sind allen die Hände gebunden. Im Bundestag ist das iPad bereits ein offizielles Arbeitsgerät (Laptop NICHT!). Fast jeder zweite Politiker besitzt ein iPad. Nun stellt sich die Frage: Warum nicht die Schulen?
Ich bin sicher, dass Technologien dieser Art ein unausweichlicher Bestandteil unserer Zukunft sind. Wir diskutieren darüber, wie viel Potenzial z.B. das iPad in der Gesundheits- und Pflegebranche hat. Es wird fleißig an Gesundheits-Apps gearbeitet. Projekte wie „Mobilität bis in hohe Alter“ werden politisch vorangetrieben und besitzen als eine wichtige Komponente Smartpad Technologien. Es stellt sich auch hier die Frage: Warum lassen wir unsere Kinder außen vor?
Die Bildung ist ein aktuelles Thema, um das viel und intensiv diskutiert wird. In der Bildung unserer Kinder liegt die Zukunft - es liegt an uns diese Zukunft zu gestalten. Nur habe ich das Gefühl, dass die politischen Diskussionen das Bildungssystem nicht wirklich verändern. Aus meiner Sicht kann das iPad und ähnliche Geräte den Alltag in den Schulen revolutionieren und in der Hand von Schülern zu einem großartigen und spannenden Lernwerkzeug werden. An dieser Stelle rufe ich die Politiker auf, die Schulen zu modernisieren, um im Schritt mit dem Zeitgeist zu bleiben und unseren Kindern die besten Voraussetzungen für die Zukunft zu bieten.