Freitag, 3. September 2010
Seit dem Erscheinen des iPads gibt es unzählige Berichte über dessen Funktionen und mögliche Einsatzbereiche. Das meiste davon sind schlichte Spekulationen oder Wünsche, wobei Apple-Fans hier sicherlich eher das mächtigere Wort „Visionen“ nutzen würden. Um diese ganze Thematik wieder auf den Boden zu holen, bevor sie mit einer Raumstation kollidiert, habe ich mich entschlossen einige Aspekte im Umgang mit iPads und Tablets im Allgemeinen in den Vordergrund zu stellen, die eventuell nicht besonders nach „Magic“ klingen. Das muss meiner Meinung nach nichts schlechtes sein, da das ganze somit etwas greifbarer wird.
Die Anschaffung von iPads in Unternehmen und Organisationen kann diverse Gründe haben. Ob es sich dabei nun um eine Apple-affine Führungsperson handelt oder Sumo-Ringer, die zu große Finger für das iPhone haben (bit.ly/aSrYT3) spielt dabei zunächst eine sekundäre Rolle. Was man bei solchen Projekten verinnerlichen sollte ist, dass ein iPad kein Freifahrtschein zu einem erfolgreichen Projekt darstellt. Eher ist das Gegenteil der Fall. Die Erwartungen und Vorstellungen sind in etwa so hoch, wie bei der Versteigerung der UMTS-Rechte, was wohl zunächst einer der größten Flops der Mobilfunk-Geschichte gewesen sein dürfte.
Wenn man nun die unmittelbaren Eigenschaften eines iPads betrachtet, welche verschiedene Aspekte – wie seine Größe, seine Bedienung usw. – umfassen und diese Gegebenheiten auf konkrete Projektziele herunter bricht, dann sollte aus dieser euphorischen Ungewissheit ein bewusstes Verständnis für das Produkt und die tatsächlichen Perspektiven, die es eröffnet, entstehen.
In Zeiten, in denen Apple-Produkte vergleichbare Statussymbole wie Autos sind (bit.ly/ciatJU), sollte man sich trotzdem immer bewusst machen, dass es sich sowohl bei einem Aston Martin, als auch bei einem iPad in erster Linie um einen Nutzgegenstand handelt. Bei allem Spaß, den man mit dem iPad haben kann, sollte man sich nicht davon abbringen lassen über konkrete Einsatzgebiete nachzudenken, die für Kunden wirtschaftlich umsetzbar und sinnvoll sind. Innovationen wie das iPad sollten nicht verheizt werden, wie Teeny-Stars in Hollywood, die nach ihrer Entdeckung für einige Zeit im Mittelpunkt stehen, dann aber auch relativ schnell wieder in Vergessenheit geraten. Das schlimmste, was diesen Hype-Produkten passieren kann, ist eine flächendeckende Ernüchterung, die zu einer allgemeinen Skepsis gegenüber Tablet-PCs führen könnte.
Um die offene Haltung und Begeisterung vieler Kunden jedoch nutzen und halten zu können, müssen Referenzprojekte entstehen, die rational konzipiert und umgesetzt werden. Der Erfolg des iPads als Business-Device liegt nicht in den Sternen oder in einer Fantasiewelt voller Magie, sondern in den Händen der Mitarbeiter innovativer Unternehmen.
Arbeiten Sie mit dem iPad in einem geschäftlichen Umfeld? Halten Sie das Gerät eventuell für den totalen Schwachsinn, oder teilen Sie die Meinung, dass das Gerät durchaus eine Chance verdient hat? Teilen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren.